Seychellen - Garten Eden im Indischen Ozean

Auf meiner Reise lerne ich die zauberhafte Inselwelt der Seychellen kennen. Von 3 der 115 Inseln die zu diesem Archipel gehören, möchte ich Ihnen jetzt gerne erzählen. Mit Emirates und einem Stopp in Dubai erfolgt die Landung morgens in Mahé, der Hauptinsel.

Schon beim Anflug beeindrucket die bergige Kulisse mit den bekannten Granitfelsen und den vielen Sandstränden, die sich gut aus dem Flugzeug erkennen lassen und aus bunten Hochglanz-Prospekten bekannt sind.

Der Tod der Dinosaurier - die Geburt der Seychellen

Die Geschichte der Seychellen beginnt vor 150 Millionen Jahren, als die Dinosaurier eine junge Welt beherrschten und der Ort, der dann die Seychellen werden sollte, von Land umgeben, im Herzen des Superkontinents Gondwanaland lag. Heute liegen funkelnd wie Edelsteine die Inseln der Seychellen etwas südlich des Äquators im tiefblauen Meer. Nicht nur ein Garten Eden - 115 davon! Der perfekte Ort, um alles oder auch mal gar nichts zu tun. Die Insel Praslin ist unser erstes Ziel und wir fahren mit der Schnellfähre der Cat Cocos gemeinsam mit vielen Seychelloises und etlichen Touristen dorthin. Unsere Koffer stellen wir in unserem ersten Hotel unter, dem Le Domaine de la Reserve, und freuen uns über die schönen modernen hellen Zimmer mit Ausblick auf das türkisblaue Meer. Aber schon geht es weiter, ohne dass wir einen Sprung ins Wasser wagen können, denn wir wollen weitere Hotels und natürlich auch etwas von der Insel sehen. Alle wollen wir auch an den Anse Lasio, den schönsten Strand von Praslin mit hellem feinem Sand, Grantifelsen und wunderschöner Aussicht auf das türkisfarbene Meer. Auf der Fahrt haben wir Straßensteigungen von 30% und überlegen ob wir wohl noch aussteigen und unseren Bus schieben müssen. :-))) Unser Busfahrer schafft es aber natürlich entspannt auch ohne unsere Hilfe. Nachmittags geht es dann doch noch ins richtig warme Wasser zum Schwimmen und dann lassen wir den Abend gemeinsam beim Abendessen ausklingen und verarbeiten die ersten tiefen Eindrücke. Es folgt ein Tag auf einem Katamaran, der „Catalina“: Die Inseln Cousin, Curieuse und St. Pierre stehen auf dem Programm. Cousin ist ein Naturreservat und wurde schon 1975 von der Seychellois Regierung zu einem besonderen Schutzgebiet erklärt. Es ist unglaublich, was wir dort auf einer Führung erleben, denn die Vögel sind gar nicht scheu und wir können sie aus der Nähe beim Brüten beobachten. Es sind hier etliche fast ausgestorbene Vogelarten zu finden. Wichtig für den Inselbesuch ist hier, sich vorher ordentlich mit Anti-Mückenmittel einzureiben, denn es gibt unter anderem ein „5 Sterne Hotel für Moskitos“ wie uns unser Führer erklärt und wir bald selber feststellen können. Gut, dass das Jucken ganz schnell wieder aufhört. Es folgt das nächste Highlight, die großen Landschildkröten von Curieuse, die uns schon beim Anlanden ansehen. Sie mögen es im Nacken oder am Hals gekrault zu werden, und machen den Hals ganz lang. Da ich barfuß unterwegs bin, mache ich manchmal doch lieber einen Schritt zur Seite, wenn sie auf mich zukommen, damit ich nicht unter einen großen Schildkrötenfuß gerate. Zum Abschluss der Tour geht es nach St. Pierre zum Schnorcheln und dort sehe ich die SV Sea Pearl, die dort gerade ankommt, leider nur aus der Entfernung, denn wir müssen weiter. Viele Gäste habe ich schon dorthin zum Tauchen gebucht.

Den Abend verbringen wir  im Hotel „Coco de Mer“ und das wird aufgrund der Herzlichkeit des Managers, des Personals, der Lage und des leckeren Essens ganz schnell unser Favorit auf Praslin. Von April bis Oktober gibt es dort viel Seegras im Meer, aber die Strände werden regelmäßig gereinigt und es gibt einen Shuttleservice z.B. zum Anse Lazio für alle die gerne ohne Seegras im Meer baden möchten. Leider haben wir nun nicht mehr genug Zeit um das Naturschutzgebiet zu besuchen, Vallée de Mai, den Park, wo die sagenumwobene endemische Coco-de-Mer Nuß wächst. Das Maial, heute UNESCO-Weltnaturerbe, hat niemals seine romantische Anzierhungskraft verloren und ist bis heute eine von Praslins Hauptattraktionen. Die Coco de Mer ist aber überall auf Praslin gegenwärtig und es gibt ganz viele davon im Hotel Coco de Mer. Für uns geht es nun mit der Fähre für ein paar Stunden rüber auf die Insel  La Digue. Nach 30 Minuten erreichen wir die Insel, auf der gemächlich vorbeiziehende Ochsenkarren und das Fahrrad noch Haupttransportmittel sind. La Digue ist einer der beliebtesten Orte um das unvergleichliche Inselleben ungehetzt zu genießen und einmal total abzuschalten. Dort gibt es nicht viel zu tun und wir sehen uns L`Union Estate an mit der Kokosnuss Plantage und der dort wachsenden Vanille. Natürlich endet unsere Route am Anse Source d’Argent, der den Ruf hat, der meist fotografierte Strand der Welt zu sein.

Weicher, weißer Sand, türkisfarbenes klares Wasser und Granitfelsen

Von den Elementen und der Zeit geformt, lassen uns verstehen warum Filmemacher immer gerne dorthin kommen. Mit dem Le Domaine de l'Orangeraie oder der La Digue Island Lodge gibt es dort auch wunderschöne Hotels, für Gäste, die mal richtig abschalten wollen. Für uns geht es aber leider mittags zurück nach Praslin und nach einer weiteren Hotelbesichtigung probieren wir einen Inlandsflug aus. Es ist toll mit diesen kleinen Maschinen übers Meer nach Mahé zu fliegen.

Uns ruft nun der Karneval, der ausführlich gefeiert wird. Hier wird komplett anders gefeiert, als wir es aus Deutschland kennen. Delegationen aus aller Herren Länder mit tollen Kostümen sind dort vertreten und wir haben zusammen mit einer Düsseldorfer Gruppe (einschließlich Prinzenpaar) die deutsche Delegation vertreten. Es macht richtig viel Spaß dabei in die staunenden Kinderaugen zu sehen, wenn Sie Bonbons und viele Süßigkeiten. bekommen. Ja, Sie lesen richtig: auch Norddeutsche wie mich hat der Karneval dort in seinen Bann gezogen.   

Mahé - die größte Insel der Seychellen

Natürlich haben wir uns auch auf Mahé neben dem Karneval noch jede Menge Hotels angesehen und auch dort Favoriten gefunden. Es ist die größte Insel der Seychellen und es leben auch die meisten Menschen hier und trotzdem gibt es immer wieder traumhaft leere Strände. Die Inseln bieten sich für ein „Insel-Hüpfen“ geradezu an. Es gibt dort vom 5 Sterne Hotel bis zu rustikalen Gästehäusern jede Unterkunftsmöglichkeit und somit für jeden Geschmack etwas. Auch Aktivsein ist dort auf vielfältige Weise möglich, neben Tauchen und Schnorcheln werden dort Golf, Reiten oder geführte Wandertouren angeboten, die den Gästen die seltene und teilweise endemische Flora und Fauna der Seychellen näher bringt. Die Seychellen: ein einzigartiger Ort, ein einmaliges Volk.

Mich sehen die Inseln wieder und Ihnen gebe ich gerne Tipps, wenn Sie sich für eine Seychellen Reise interessieren!

Diese Reise erlebte Heike Pühler vom Team tourmare Reisen.