Neuseeland / Aotearoa – Land der langen weißen Wolke

Neuseeland / Aotearoa

Ein Reisetraum geht in Erfüllung

Wir haben eine bequeme Anreise über Singapur gewählt. Der Flug ab Singapur mit Air New Zealand ist die richtige Einstimmung, durch die sehr freundlichen „Kiwis“ die uns während des Fluges betreuen.

In Auckland und vom Skytower hat man einen guten Überblick über die Stadt und den Hafen. Ein Spaziergang zeigt wie steil die Straßen durch die vielen Hügel ist. Nach zwei Übernachtungen geht es Richtung Norden, um die größten Kauri Bäume anzusehen und einen Abend in der Sonne am Meer zu verbringen. Dort sind die ersten „Zauberwälder“ (so habe ich sie genannt) zu sehen, große Farne, Kauri Bäume, gemischter Laubwald... und schon ist klar, dass die Entscheidung dorthin zu reisen richtig war.

Die Fahrt auf der Nordinsel geht weiter über Rotorua und Napier nach Wellington. In Rotorua haben wir uns „Te Puia“ mit dem Pohutu Geysir angesehen und diesen dreimal in Aktion erlebt. Die Fontäne kann bis zu 30 Meter in den Himmel schießen, aber so hoch ist es dieses mal nicht und trotzdem sehr beeindruckend. Überall dampft es aus den Erdspalten. Es gibt noch mehrere Mudpools und Hot Springs, ein nachgebautes Maori-Dorf und ein typisches Versammlungshaus. In der Schnitz- und Webschule kann man kann Künstlern bei der Arbeit zusehen. Die Schule soll helfen traditionelle Kunst und Handwerk über Generationen von Maori weiterzugeben. Dringend ansehen sollte man das Kiwi Haus, dort sind aktuell zwei Kiwis zu sehen, die schon seit Jahren dort leben.

Landschaften Nord- und Südinsel

Auch auf der Weiterfahrt gibt es immer wieder aufsteigende Dämpfe zu sehen - geothermische und vulkanische Erscheinungen aus der Nähe zu sehen, gehört zu den größten Reizen des Landes.

In Napier machen wir eine Weintour durch einen Teil des Weingebietes von Hawke`s Bay mit, Gäste von den Kanalinseln und aus Neuseeland sind hier mit uns unterwegs, eine nette Runde. Diese Gegend ist speziell für die sehr guten Rotweine bekannt und sehr gut gefallen hat uns der Wein von Trinity Hill und Ash Ridge. Sehenswert sind auch die vielen im Art Déco Stil gebauten Häuser in Napier, die nach einem Erdbeben 1931 wieder aufgebaut wurden.

Wellington dient für uns nur für einen Zwischenstopp um mit der Fähre auf die Südinsel zu kommen. Wir fahren mit der Cable Car auf den Mt. Victoria und haben einen wunderbaren Überblick über die Stadt. Abends schauen wir uns auf der Cuba Street um und genießen als Abschluss das Getümmel im Gebiet der Queens Wharf. Mittlerweile ist die Stadt als Partystadt von Neuseeland bekannt.

Am nächsten Morgen geht es dann mit der Inter Islander Ferry auf die Südinsel. Wir haben Glück und tolle Eindrücke bei der Fahrt durch den Queen Charlotte Sound und die grüne fjordähnliche Landschaft.

Die Fahrt nach Nelson auf der Küstenstraße verführt uns zu etlichen Stopps und kleineren Wanderungen. Unsere Unterkunft liegt am Rande der Stadt am Segelhafen und wir sind schnell zu Fuß in der Innenstadt. Von Nelson kommt man schnell in den Abel Tasman Park. Wir haben Pech und es regnet stark, so dass wir nur eine Stunde auf dem Coast Trail wandern, aber es ist deutlich zu sehen, wie schön es dort bei trockenem Wetter ist - absolut lohnenswert. Am nächsten Tag scheint wieder die Sonne, aber für uns geht es weiter. Ein Tipp für Meeresfrüchteliebhaber: die typischen Grünschalen Muscheln (ähnlich der Miesmuscheln - ich habe sie hier das erste Mal gegessen).

Kaikoura – schon viel hatten wir davon gehört und sind sehr neugierig. Schon vor der Stadt sehen wir Seebären und Seelöwen. An einem Imbisswagen genießen wir einen Lobster. Am nächsten Tag unternehmen wir dann eine Whale Watching Tour. Schon bald begleiten uns Delfine und nach einiger Zeit sehen wir einen Pottwal wie einen riesigen Baumstamm im Wasser liegen. Unterschiedlich Wale ( Blau-, Glatt-, Buckel-, Schwertwale) sind dort ganzjährig zu sehen, denn der Kaikoura-Canyon der in Küstennähe von tausend Meter Tiefe auf 3000 Meter und mehr absinkt, bietet optimale Nahrung durch Plankton, Fische, Langusten. Auch bis zu 20 Meter lange Riesentintenfische leben in diesen Tiefen – ein Leckerbissen für die Pottwale.

Hier haben wir einen Tipp von "lonely planet" probiert und sind im Restaurant Green Dolphin (unbedingt reservieren). Dort habe ich Paua (Abalone) ausprobiert und finde sie köstlich zubereitet. Neuseeländischer Wein rundet ein solches Menü perfekt ab.

Über den Lewis Pass geht es an die Westküste. Eine spektakuläre Strecke, auf der wir immer wieder anhalten müssen. Hier sind große Rinder und Schafherden zu sehen, aber auch lustig geschorene Alpakas und Wild, das dort gezüchtet wird. Nach einer Zwischenübernachtung in Greymouth geht es zum Franz Josef Gletscher und zum Fox Gletscher. Diese Gletscher kalben bis 400m über Meereshöhe. Leider kommen die Wolken am Nachmittag weit hinunter und es regnet wieder stark, so dass ein Flug nicht mehr lohnte. Eine Wanderung zum Rand des Fox Gletschers am kommenden Morgen fällt aufgrund des reißenden Flusses aus.

Bald geht es wieder in den Regenwald und man findet Wasserfälle und spektakuläre Ausblicke auf einem Großteil der weiteren Strecke, die wir fahren. Durch die Berge geht es erst zum Lake Wanaka und über viele weitere Serpentinen zum Lake Wakatipu, an dem das letzte Ziel unserer Neuseeland Reise liegt – Queenstown. Es ist ein örtlicher Feiertag als wir dort ankommen und am See wimmelt es von fröhlich feiernden Menschen, unter die wir uns schnell mischen. Es gibt eine außergewöhnliche Show von Paraglidern und Drachenfliegern, die vom Berg starten und auf dem See landen nachdem sie etliche Kunststücke vorgeführt haben. An der See-Promenade liegen viele Bars und Restaurants, die gut besucht sind. Queenstown steht für jede Menge Action, dort wird Fun Sport jeder Art angeboten.

Von Queenstown aus besuchen wir noch Glenorchy und haben auch hier wieder den Eindruck im „Herr der Ringe“ Land zu sein, die Landschaft, einfach traumschön. Uns bleibt nicht genug Zeit für die vielen schönen Wanderungen in dieser Gegend.

Ein leckeres Abschlussmenü gönnen wir uns in der Botswana Butchery in Queenstown. Auch hier gilt wieder unbedingt reservieren und das Menü mit einem guten Neuseeland Wein genießen.

Neben vielen hervorragenden Restaurants gibt in Neuseeland mittlerweile eine großartige Kaffeekultur (bisher der beste Cappuccino, den ich bisher getrunken habe), populäre Brauereien mit besonderen Craft Bieren und viele Winzereien.

Wir haben in Neuseeland nur 18 Tage Zeit gehabt und es gibt viel, das wir gerne noch gesehen hätten, Bay of Islands, den Tongariro Nationalpark, den Milford Sound, Stewart Island, Dunedin und Christchurch. Also soll es nicht das erste und letzte Mal gewesen sein, dass wir Neuseeland besuchen. Das nächste Mal reisen wir vielleicht mit dem Camper.

Auf dem Rückweg besuchten wir in Singapur die „Gardens by the Bay“ . Sehenswert ist die ganze Anlage einschließlich der Gewächshäuser und lustig für uns ist es, dass die asiatischen Besucher Geranien, Efeu und andere bei uns heimische Pflanzen inbrünstig fotografieren. Abends werden die Supertrees dann beleuchtet und es findet noch eine Lightshow mit Musik statt. Einfach schön. Auch Singapur bietet bei jedem Stoopoverbesuch wieder Neues.

Diese Reise erlebte Heike Pühler vom tourmare Team im April 2016