Oman und Malediven - Wüstentrip und Tauchsafari mit der Amba im Indischen Ozean

Als wir unsere Malediven Reise planten, haben wir uns für einen Flug mit Oman Air entschieden und sehr schnell kam die Überlegung, dort einen Stopp und eine Mietwagen Rundreise zu machen... Der Flug war ist angenehm und bei 30kg Freigepäck ist auch die Mitnahme unserer Tauchausrüstung unproblematisch möglich.

1001 Nacht - wir landen im Oman!

Nach abendlicher Ankunft in Muscat werden wir erst mal zum Hotel gebracht und nehmen dort am nächsten Tag den Mietwagen entgegen. An den zwei Tagen, die wir dort zur Einstimmung haben, geht es mit dem Mietwagen auf eigene Faust los, einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken: u.a. den Souk von Mutrah, den „Arbeitspalast“ des Sultan und die Sultan Qaboos Moschee. Zwischendurch können wir aber auch bei einem der leckeren Fruchtsäfte das bunte Treiben und die sehr netten Omani beobachten. Die Temperatur liegt bei 30 Grad und mehr, aber durch das trockene Klima lässt sich die Wärme gut aushalten und wir können zu unserer Rundtour durch die Wüste starten: Nizwa mit seiner Rundfestung, die Falaj Anlagen zur Bewässerung der Dattelpalmen in den umliegenden Orten, die Übernachtung im Wüstencamp, das Wadi Bani Khalid (wunderschöne Oase) und dann wieder die Küste von Sur in Richtung Muscat. Es gibt jede Menge interessantes und wechselnde Landschaften zu sehen. Auf der Autobahn befördert ein Pickup auf der Ladefläche ein Rind zum Markt, an den Tankstellen treffen sich Omanis zum Plausch. Muscat - wir würden dort auch wieder einen Stopp oder einen gesamten Urlaub verbringen, um zum Beispiel noch einmal in die Berge zu fahren oder auch um an der Küste Tauchen zu gehen.

Abtauchen im Indischen Ozean - die Malediven

Wir kommen nachmittags in Male an und haben  eine Zwischenübernachtung im Traders-Hotel in Male gebucht. Dort ist Wahltag, aber es ist auf der Hauptinsel der Malediven nichts von Unruhen zu spüren. Am nächsten Tag fliegen wir dann leider mit einiger Verspätung weiter in den Norden der Atolle nach Dharavandhoo, wo die Exploration Tour mit der AMBA für uns starten soll. Dort nach einem phantastischem Flug über die Atolle (Die Inseln von oben zu betrachten ist ein Augenschmaus) angekommen werden wir schon sehnsüchtig erwartet und mit unserem Gepäck von Kapitän Naseer mit dem Schnellboot zum Safarischiff gebracht.

Tamara und Jamin begrüßen uns herzlich und wir können uns nach dem Bezug der Luxuskabine mit privatem Balkon auf eine Woche Tauchen und Entspannung freuen. Die Gruppe auf dem Schiff ist in dieser Woche international mit Deutschen, Schweizern, Kanadiern und Russen und es gibt viel zu erzählen und wir lernen uns bei einem leckeren Essen schnell kennen. Das Schiffsbriefing von Tamara findet im Anschluss statt und wir nehmen unser erstes Muschelgeld (die Schiffswährung auf der AMBA) in Empfang. Ich finde diese Lösung sehr angenehm, man erhält ein Säckchen Muscheln im Wert von EUR 50,- und hat am Schluss der Reise keine Probleme mehr Strichlisten - und diese dann ausrechnen zu müssen.

Mehr als 20 Adlerrochen! 

Am Morgen um 06:50 Uhr gongt die Glocke, um alle Taucher zum Briefing des ersten Tauchgangs zu rufen und um 07:00 Uhr starteen wir mit dem Dhoni, auf dem auch die Tauchausrüstung ständig gelagert wird. Somit entfällt dort generell das lästige Schleppen der Ausrüstung. Es gibt jeden Tag ein frisches Handtuch pro Taucher - auch das ist sehr angenehm und fürsorglich. Der erste Tauchgang wird unter anderem für einen Check Dive genutzt und ich habe gleich für viel Spaß gesorgt, da auf den Malediven auch das Setzen einer Boje dazu gehört. Meine Boje war ordentlich verwickelt, so dass ich als erfahrene Taucherin hier zum Spaß aller durchgefallen bin. Jamin sagt mir hinterher, dass es wohl immer wieder passiert und sie dabei immer viel zu Lachen hätten.

Tauchgänge tagsüber mit Zeit für Entspannung zwischen den Tauchgängen in Erwartung auf besondere Taucherlebnisse... Es gibt immer leckeres Essen und man kann spannende Krimis lesen oder einfach mal nichts tun und Taucherlebnisse austauschen. Es gibt auf jeder Kabine Sunbeds (große Frotteetücher mit Kopfteil) für die Gäste, diese eignen sich auch gut für die Übernachtungen an Deck. Gleich bei einem der ersten Tauchgänge ziehen mehr als zwanzig Adlerrochen langsam an uns vorbei. Häufig bekommen wir Haie zu sehen, die elegant in der Strömung standen, während wir Taucher versuchen uns im Strömungsschatten zu halten. „Turtle Farm“ mit seinen zutraulichen sehr großen Schildkröten, die so neugierig sind, dass sie fast die Maske berühren, war super schön. Fischschwärme sind häufig und teilweise sind die Schwärme von Glasfischen so groß, dass es schwierig ist,  den Rest der Gruppe zu sehen. Auch richtig große Schwärme von Gelbstreifenschnappern, Doktorfischen und vielen mehr sind keine Seltenheit. Ein Gitarrenhai (Gitarrenrochen) liegt in geringem Abstand vor uns im Sand und lässt sich in Ruhe betrachten und dann die Mantas, die wir in Ruhe an der Putzerstation beobachten dürfen -  oder wenn sie über uns hinweg kreisen...

Barbeque am Strand mit Sand-Manta

Da wir eine Woche lang traumhaften Sonnenschein haben, ist es auch möglich das Barbeque durchzuführen. Die Mannschaft ist immer wieder unterwegs und abends sehen wir dann auch warum. Sie haben uns einen wunderschönen Sand-Manta als Tisch gebaut und es gibt einen großen Fisch, verschiedenste Fleischspieße, Salate, etc. Die Crew können wir nur sehr loben, da sie immer freundlich und aufmerksam zu uns ist und auch Tamara und Jamin haben immer ein offenes Ohr für die Gäste. Wenn es erfüllbare Wünsche gibt, werden diese auch umgesetzt. Da wir die Möglichkeit haben zum Schluss alle Kabinen anzusehen, kann ich sagen, dass diese großzügig bemessen sind und Tamara hat mir auch einiges zu den weiteren Planungen erzählt, da an einem Schiff immer mal wieder Arbeiten notwendig sind.

Zum Abschluss buchten wir noch weitere vier Übernachtungen auf Thulhagiri, bevor wir ins kalte Deutschland zurück fliegen. Es ist auch wirklich gerade die kalte Zeit in Deutschland und wir frieren bei der Ankunft am Flughafen Frankfurt ordentlich. Es war für uns eine sehr schöne Woche an Bord und die dringend notwendige Erholung haben wir auf der AMBA bekommen.

Vielen Dank an Nicole, Franco, Tamara und Jamin!!!   

Diese Reise erlebte Heike Pühler vom tourmare Team in 2013